Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

- Akupunktur -

Dr. med. Andreas Schreiter

Was ist Katathymes Bilderleben?

Das Katathyme Bilderleben wurde von dem Psychiater und Psychoanalytiker Hanscarl Leuner in den 1950er Jahren entwickelt. Seither wird es stetig weiter entwickelt.
Im Gegensatz zu anderen Visualisierungstechniken steht beim Katathymen Bilderleben nicht die Entspannung im Mittelpunkt, sondern die Aufarbeitung verdrängter Konflikte.
Voraussetzung für das Gelingen des Katathymen Bilderleben ist die Freiwilligkeit, in der ein Teil des Erfolges dem Klienten übertragen werden kann.

Was bedeutet „katathym“?

Der Begriff „katathym“ leitet sich vom griechischen Wort „Thymos“ für Gemüt oder Seele ab und beschreibt die Wirkung eines verdrängten Konfliktes oder Traumas auf die Psyche. Dabei geht die Methode von der Annahme aus, Bilder die wir in Tagträumen sehen oder im Zustand der Tiefenentspannung visualisieren, spiegeln unsere unbewussten Gefühle wider.

Technik des Katathymen Bilderleben!

Nach einer kurzen Entspannung und Zentrierung schlägt der Therapeut dem Klienten ein Motiv vor, das sich von seiner Symbolik her eignet, die zur Bearbeitung anstehenden Themen imaginativ zum Ausdruck zu bringen.

Der Klient beschreibt, was sich vor seinem inneren Auge entwickelt, das Bild verdichtet sich dabei nach und nach.

Der Therapeut begleitet den Klienten in ständigem Dialog, regt ihn zu genauerem Hinschauen an, unterstützt ihn bei Konfrontationen und ermutigt ihn, neue Verhaltensmöglichkeiten und Beziehungserfahrungen zu erproben.

Nach einer kurzen Rückmeldung vergegenwärtigt sich der Klient das Erlebte durch Malen noch einmal.
Der durch die Imagination angeregte innere Prozess wird dadurch fortgesetzt.

Klient und Therapeut besprechen am Ende der Sitzung das Erlebte und Gemalte.

Standardmotive des Katathymen Bilderleben:

Wiese
Bach
Berg
Haus
Waldrand
Löwe
Ich-Ideal
Höhle
Sumpfloch
Vulkan
Schatz
und andere

Anwendungsbereiche des Katathymen Bilderleben:

Das Katathyme Bilderleben hat sich bewährt bei der Behandlung neurotischer, funktioneller sowie psychosomatischer Beschwerden.
Weiterhin kommt es zur Anwendung bei Krisenintervention und Trauma-Therapie.

Das Verfahren eignet sich für Erwachsene wie für Kinder und Jugendliche und kann sowohl als Einzel- wie auch als Paar- oder Gruppentherapie angewandt werden.