Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

- Akupunktur -

Dr. med. Andreas Schreiter

Harmonisierende Massage nach Tuina

Die chinesische Form der Massage - Tuina ist eine der ältesten komplexen manuellen Behandlungsformen und wichtiger Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin.

Ihre Wirkung beruht auf einer "Öffnung" blockierter Leitbahnen und der Anregung von Blut- und Energiekreislauf mit dem Ziel, das gestörte Gleichgewicht von Yin und Yang wieder herzustellen.

Auf der Grundlage des Meridian- und Akupunkturpunktsystems wird an den Punkten oder entlang der Meridiane eine Massage durchgeführt. Die Auswahl der Punkte und Meridiane erfolgt nach den Grundsätzen der traditionell chinesischen Medizin, doch werden im Gegensatz zur Akupunktur, die den spezifischen Reiz vor allem mit der Nadel setzt, die Reize durch unterschiedliche manuelle Techniken hervorgerufen.

"Tui" (Schieben), "Na" (Greifen), "An" (Drücken) und "Mo" (Streichen) sind vier von vielen verschiedenen Grifftechniken der TUINA-ANMO-Massage.

Die differenzierten Grifftechniken der TUINA-ANMO-Massage werden mit Fingerkuppen, Handballen, Handfläche oder Ellenbogen ausgeführt.

Gerne führe wir bei Ihnen eine harmonisierende Ganzkörper-Massage oder Gesichts-Massage nach Tuina durch.


Schröpfkopfmassage


Das Schröpfen ist ein klassisches Ausleitungsverfahren. Auf die Haut werden Schröpfköpfe gesetzt, durch die Schröpfköpfe wird ein Unterdruck erzeugt, dadurch wird das Blut in die Haut gesogen. Der Energiefluss im Körper wird positiv beeinflusst. Schröpfen hat seinen Ursprung in der Traditionellen Chinesischen Medizin.

Schröpfen wurde schon vor mehren Jahrtausenden in Mesopotamien angewandt. Es ist eines der ältesten Ausleitungsverfahren der Welt.

Die Schröpfköpfe werden überwiegend am Rücken aufgesetzt. Hier speziell auf die Akupunkturpunkte. Von den Reflexzonen kann man auf die Krankheiten innerer Organe schließen.

Beim Schröpfen können zwei Methoden angewendet werden:

1. Trockenes Schröpfen
Beim Trockenen Schröpfen wird die Haut vorher nicht eingeritzt, sondern nur die Schröpfköpfe aufgesetzt. Die heutigen Schröpfköpfe sind meistens aus Glas.

2. Blutiges Schröpfen
Beim Blutigen Schröpfen wird die Haut an vorher bestimmten Stellen eingeritzt und dann werden die Schröpfkopf aufgesetzt.

Bei welchen Krankheitsbildern kann Schröpfen angewendet werden:

  • Rheuma
  • Rückenschmerzen
  • Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel
  • Störungen des Blutdrucks
  • Hitzewallungen
  • und bei vielen anderen Erkrankungen.

Gua Sha

Diese Behandlungsmethode hat sich im antiken China zuerst in der Volksmedizin, später auch in der Traditionellen Medizin etabliert.
Mit einfachen Hausmitteln, so zum Beispiel mit einem Kammrücken,  einer Münze oder einem Kochlöffel konnten beachtliche therapeutische Erfolge erzielt werden.
Bei zunehmender Professionalität fanden spezielle Geräte aus Büffelhorn und Jade Verwendung.

Hierbei wurde die Haut durch Reiben und Ziehen dieser Materialien solange gereizt bis sich eine Rötung zeigte.
Diese Rötungen, Hämatome und Petechien dienten nicht nur der Ableitung über die Haut, sondern wurden auch zur Diagnose genutzt.

In Deutschland wird diese Methode besonders von Therapeuten angewandt, die diese innerhalb der Ausbildung und schätzen lernten.
Hier wird gerade Gua Sha als "Geheimtipp" unter den Therapeuten gehandelt.
Die Methode hat sich in der orthopädischen Praxis, bei der Schmerztherapie und in der Sportmedizin bewährt. Hierbei ist ein großer Vorteil, dass diese kein Körper öffnendes Verfahren darstellt und doch auf der Basis der Akupunktur eingesetzt werden kann. Zudem ist diese Methode noch vielen Ärzten und Physiotherapeuten völlig unbekannt und kann als therapeutische Nische definiert werden. Natürlich ist diese Methode nichts Neues, denn jeder der sich in den Grundlagen der Traditionellen Chinesischen Medizin auskennt, weiß, dass gerade die Vielfalt der Reizart/ Manipulationsart den großen therapeutischen Reichtum ausmachen.

Innerhalb Chinas wird das folgendermaßen definiert: "Es gibt für eine Krankheit viele therapeutische Möglichkeiten. Das Geheimnis eines großen Arztes ist es jedoch die richtige Therapie zu wählen."

Gua Sha Fa basiert primär auf der Grundlage der TCM. Deswegen können alle Erkrankungen die sich mit den Methoden der Akupunktur, Akupressur, der Moxatherapie und Reflexzonentherapie günstig beeinflussen lassen auch mit dieser Therapie behandelt werden.

Das Überraschende und verblüffende ist die hohe Effektivität. Sicher auf dem ersten Blick sieht die Methode etwas "brutal" und heroisch aus, doch noch während der Behandlung zeigen sich schon erste therapeutische Effekte.

Gua Sha, das Reiben und Ziehen von Schabern über die Haut führt zu folgenden Wirkmustern:

  • durchblutungsverbessernd
  • entspannend
  • schmerzlindernd
  • Stoffwechselaktivierung
  • Harmonisierung des Qi-Flusses
  • Anregung der Hautausscheidung
  • Anregung der Hautfunktion
  • Ableiten von Toxinen über die Haut
  • Eigenbluttherapie, aufgrund der Hämatome und Petechien
  • unspezifische Immunstimulierung
  • Anregung der inneren Organe über

Als Gleitmittel benutzt man verschiedene Öle, zum Beispiel Öl auf Basis von Johanniskraut oder auf Basis von Pfefferminze.
Beide Öle haben die Aufgabe die Meridiane zu belüften, das Blut zu erfrischen und Blockaden zu beseitigen. Zudem sollen sie die pathogenen Faktoren gemäß der TCM beseitigen und ein Gleichgewicht der Energien im Körper herstellen.
Über den relativ starken Reiz werden auch die Selbstheilungskräfte aktiviert. Darüber hinaus haben diese Öle noch einen praktischen Wert, die Schaber gleiten geschmeidig über die Haut.
Dadurch wird die Therapie gerade am Anfang als angenehm empfunden.

Das Indikationsspektrum wird sich an der Akupunktur orientieren.

Interner Patientenbereich